Sonntag, 5. Februar 2012, 13:30 Uhr, rewirpowerSTADION, Bochum
2. BUNDESLIGA, 20. Spieltag
Andreas Bergmann (Trainer VfL Bochum 1848):
In der ersten Halbzeit haben wir eine gute Leistung abgeliefert, haben schnell gespielt, zwingend gespielt, schnell umgeschaltet und hatten tolle Offensivaktionen. Leider haben wir uns in der Phase nicht belohnt, sondern sind bereits angefangen, unnötige Fehler im Spielaufbau zu machen. Das wollten wir in der 2. Hälfte eigentlich verbessern, sind aber überhaupt nicht mehr in die Partie gekommen. Dennoch hatten wir auch da unsere Chancen. Es ist sicherlich eine tolle Sache, dass Nika reinkommt und sofort ein Tor macht. Und das auch noch spektakulär mit der Hacke. Der Sieg ist vielleicht etwas glücklich, aber aufgrund der Vielzahl und Qualität der Torchancen verdient.
Wolfgang Wolf (Trainer FC Hansa Rostock):
Wir hatten uns das hier sicherlich anders vorgestellt. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir den Bochumern nach eigenen Ballgewinnen viel zu schnell die Bälle zurückgegeben. So sind wir kaum zu Offensivaktionen gekommen. Beim 1:0 haben wir die Bochumer eingeladen. Dann haben wir mit dem Elfmeter ein Geschenk bekommen, haben als höfliche Gäste das Geschenk aber nicht angenommen. Besser lief es in der zweiten Halbzeit. Wir konnten die Bochumer mehr unter Druck setzen und sind verdient zum Ausgleich gekommen. Leider haben wir Bochum in einer eigentlich starken Phase von uns wieder ins Spiel kommen lassen und uns selbst um einen verdienten Punkt gebracht.
Giovanni Federico (VfL Bochum 1848):
Wichtig war, dass wir diese Partie heute gewonnen haben und damit erfolgreich aus der Winterpause gekommen sind. Besonders in der zweiten Halbzeit haben wir zu tief und viel zu weit weg von unseren Gegenspielern gestanden. Somit kam Rostock wieder ins Spiel und wir in Bedrängnis. Den Freistoßtrick zum 1:0 haben wir uns zuvor bei der Videoanalyse von Rostock abgeschaut. Dass dies gleich so gut funktioniert hat, ist super.
Andreas Luthe (VfL Bochum 1848):
Am Ende zählen nur die drei Punkte. Natürlich haben wir uns besonders die Schlussphase ganz anders vorgestellt. Im ersten Durchgang konnten wir Rostock dominieren, haben allerdings vergessen, noch einen Treffer nachzulegen. Die zweite Hälfte war von unserer Seite viel zu hektisch und unruhig, so dass wir den Gegner wieder stark gemacht haben. Nika hat bereits im Training gezeigt, dass er einen Torriecher hat, wir werden sicherlich noch viel Freude an ihm haben.
Christoph Kramer (VfL Bochum 1848):
Wenn wir unsere Chancen im ersten Durchgang konsequent nutzen, würde sich die Frage nach einem Arbeitssieg nicht stellen, denn dann hätten wir bereits höher geführt. Somit blieb es bis zum Ende spannend. Wir haben in dieser Phase viel zu hektisch agiert und damit zu viele Ballverluste produziert und den Gegner wieder ins Spiel kommen lassen.
Nika Gelashvili (VfL Bochum 1848):
Für mich ist das ein Traumeinstand, gleich in meinem ersten Spiel einen Treffer zu erzielen und dann noch das Entscheidende. Als ich eingewechselt wurde, sagte mir der Trainer, dass ich einfach mein Spiel machen soll und meine Torchancen bekommen werde. Das Trikot bekommt einen Ehrenplatz, denn ich schenke es meinem Sohn Koba. Den Treffer feier ich heute bei Alexander Iashvili in Karlsruhe.
Jonas Acquistapace (VfL Bochum 1848):
Vor allem in der zweiten Halbzeit müssen wir selbstbewusster auftreten und dürfen den Rostockern nicht so viele Freiräume überlassen. Damit haben wir sie wieder aufgebaut und stark gemacht. Holmar und ich haben in der Abwehr gut harmoniert, die Umstellung hat uns keine Probleme bereitet.